Tempel und Tempelarbeit

Die Segnungen des Tempels auf der Erde und in Ewigkeit

Als Präsident Gordon B. Hinckley bekannt gab, daß die Kirche beabsichtige, umgehend mehr als dreißig kleine Tempel zu bauen, nahm die Kirche ein Tempelbauprogramm in Angriff, mit dem sie sich auf einem Niveau bewegt, „wie wir es bisher nicht kannten”. Dieses Programm wird laut Präsident Hinckley die Anzahl der Tempel bis zum Ende dieses Jahrhunderts auf einhundert erhöhen und es den Mitgliedern überall auf der Welt ermöglichen, sich der „krönenden Segnungen des Evangeliums” zu erfreuen. (Siehe Der Stern, Juli 1998, Seite 100 f.)

Die folgenden Zitate von Mitgliedern der Ersten Präsidentschaft und des Kollegiums der Zwölf Apostel machen deutlich, wie wichtig Tempel und Tempelarbeit sind.


Präsident Gordon B. Hinckley: „Wir erleben jetzt ungeheuer wichtige Tage im Werk des Herrn, denn wir befinden uns in einer der bedeutendsten Epochen in der Geschichte der Kirche und des göttlichen Werkes unter seinem Volk. Wir leben – was die Errichtung von Tempeln betrifft – in der bedeutendsten Epoche aller Zeiten.” (,.Errichtung von Tempeln – eine Epoche der Freude", Der Stern, Januar 1986, Seite 47.)
„Jeder Tempel, der von der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage gebaut wird, ist Ausdruck des Zeugnisses dieses Volkes, daß Gott, unser ewiger Vater, lebt, daß er einen Plan dafür hat, seine Söhne und Töchter in allen Generationen zu segnen, daß sein geliebter Sohn, Jesus der Christus, . . . der Erretter und Erlöser der Welt ist, dessen Sühnopfer die Erfüllung dieses Plans im ewigen Leben all derer ermöglicht, die das Evangelium annehmen und danach leben. Jeder Tempel, sei er groß oder klein, alt oder neu, ist Ausdruck unseres Zeugnisses, daß das Leben jenseits des Grabes so wirklich und gewiß ist wie die Sterblichkeit.... Jede heilige Handlung, die in diesen heiligen Häusern vollzogen wird, ist in ihren Auswirkungen ewig.” („Dies friedvolle Haus Gottes", Der Stern, Juli 1993, Seite 72.)


EINE STÄTTE FÜR DIE SCHLÜSSEL DES PRIESTERTUMS
Präsident Boyd K. Packer: „Wie schon gesagt, sind viele von den Lehren, die sich auf die mehr geistigen Dinge in der Kirche beziehen, besonders auf den Tempel, symbolischer Natur. Wir gebrauchen das Wort Schlüssel sinnbildlich.
Schlüssel der Priestertumsvollmacht bedeutet das Ausmaß der Macht, die dem sterblichen Menschen aus dem Jenseits verliehen ist, damit er auf der Erde im Namen Gottes handeln kann. Die Begriffe siegeln, Schlüssel und Priestertum stehen in enger Beziehung zueinander....
Diese Schlüssel gehören dem Präsidenten der Kirche, dem Propheten, Seher und Offenbarer, und diese heilige Macht ist jetzt in der Kirche vorhanden. Unter denen, die die Bedeutung dieser Vollmacht kennen, wird nichts mit mehr heiliger Scheu betrachtet, nichts sorgsamer gehütet.” („Der heilige Tempel", Der Stern, Juni 1992, Seite 21, 22.)


EINE STÄTTE, WO HEILIGE BÜNDNISSE GESCHLOSSEN WERDEN
Elder Henry B. Eyring:
„Die Heiligen der Letzten Tage sind ein Bundesvolk. Vom Tag der Taufe an und an allen geistigen Marksteinen des Lebens versprechen wir Gott etwas, und Gott verheißt uns etwas.
Gott hält sich immer an die Verheißungen, die er durch seine bevollmächtigten Diener ausspricht; die entscheidende Prüfung unseres Lebens besteht jedoch darin, oh wir mit ihm Bündnisse eingehen und sie dann auch einhalten.” („Zeugen Gottes", Der Stern, Januar 1997, Seite 29.)

Elder L. Tom Perry: ,Wenn jemand die ersten vier Grundsätze des Evangeliums angenommen und über einen gewissen Zeitraum hinweg unter Beweis gestellt hat, daß sein Leben mit den Lehren des Evangeliums übereinstimmt, dann darf er in den Tempel des Herrn gehen und die Begabung empfangen.... Und wer seine eigene Begabung empfangen hat, darf für Zeit und Ewigkeit mit seinem Ehepartner verbunden und an ihn gesiegelt werden....
Wie herrlich sind doch die Lehren, die der Herr seinen Kindern hat zuteil werden lassen, nämlich daß die Großeltern, die Eltern, die Kinder und die Enkelkinder eine einzige große, ewige Familie sein können." („Let Us Go Up to the House of God", Ensign, Mai 1982, Seite 53, 59.)

Eld
er Robert D. Hales: Ein ewiges Band „entsteht nicht einfach infolge der Siegelungsbündnisse, die wir im Tempel schließen. Wie wir uns in diesem Leben verhalten, bestimmt, was wir in der vor uns liegenden Ewigkeit sein werden. Um die Segnung der Siegelung zu erlangen, die der himmlische Vater uns gegeben hat, müssen wir die Gebote halten und uns so verhalten, daß unsere Familie gern in alle Ewigkeit mit uns zusammenleben möchte. Die Beziehungen innerhalb der Familie, die wir hier auf der Erde pflegen, sind wichtig, aber sie gewinnen wegen ihrer Auswirkung auf zukünftige Generationen unserer Familie hier auf der Erde und in der Ewigkeit noch viel mehr an Bedeutung.” („Die ewige Familie", Der Stern, Januar 1997, Seite 62.)

Elder Jeffrey R. Holland:
„Uns gilt die tröstendste aller Verheißungen: Die Kraft, die uns in Rechtschaffenheit miteinander verbindet, ist größer als jede andere Kraft — wirklich jede andere Kraft —, die versuchen sollte, uns auseinanderzureißen. Dies ist die Kraft der Theologie des Bundes und die Macht der heiligen Handlungen des Priestertums. Es ist die Macht des Evangeliums Jesu Christi.” („Things We Have Learned — Together", Ensign, Juni 1986, Seite 32.)


Elder M. Russell Ballard: „Die Führer müssen auch Nachdruck darauf legen, dass alle erwachsenen Mitglieder der Kirche danach streben, würdig zu sein, damit sie die heiligen Handlungen des Tempels empfangen können. Sie sollen ihre Vorfahren ermitteln und für sie die heiligen Handlungen des Tempels vollziehen.
... Die Bündnisse im Haus des Herrn zu schließen und zu halten . . . ist das höchste, sättigende geistige Festmahl des Evangeliums Jesu Christi in diesem Leben; es hat ewige Auswirkungen.” („Sich am Tisch des Herrn laben", Der Stern, Juli 1996, Seite 76, 77.)


EINE STÄTTE DES DIENSTES, DER HEILIGT
Präsident Thomas S. Monson: „Auch wenn uns bei der Ahnenforschung manches Hindernis zeitweise unüberwindbar erscheint, liegt doch nach vielen Schwierigkeiten oft auf Wundersame Weise plötzlich ein klarer Weg vor uns....
Der Prophet Joseph Smith hat verkündet: Alles, was wir für unsere eigene Errettung tun, muß auch für die Errettung unserer Lieben getan werden, denn die Errettung ist für alle gleich.
Wir dürfen nicht müde werden, Gutes zu tun. Wenn wir meinen, unser Beitrag in diesem heiligen Werk sei nur gering und unbedeutend, dürfen wir nicht vergessen, daß ,die Seelen großen Wert in den Augen Gottes' haben (siebe LuB 18:10).... Wenn wir unsere Arbeit mit festem Glauben tun, qualifizieren wir uns für die gewünschten Segnungen.” („Hindernisse, Glaube und Wunder", Der Stern, Juni 1996, Seite 19, 20.)

Elder Russell M. Nelson: „Nach der Kreuzigung diente Jesus in der Geisterwelt, wo er das Missionswerk unter denjenigen, die gestorben waren, ohne vom Evangelium gehört zu haben, in Gang brachte. [Siehe 1. Petrus 4—6; LuB 138:10—37.] Natürlich wird auch von diesen Seelen die Taufe erwartet....
Von den Tagen Adams bis zur Mitte der Zeit wurden heilige Handlungen im Tempel nur für Lebende vollzogen. Verordnungen für die Toten konnte es erst nach dem Sühnopfer und nach dem Wirken des Erretters im Anschluß an seinen Tod geben. [Siehe LuB 138:18-371” („Der Geist des Elija", Der Stern, Januar 1995, Seite 77, 78.)

Elder Richard G. Scott: „Nehmen Sie sich vor, denen zum Segen zu gereichen, die von Ihnen abhängig sind. Auf diese Weise gereichen Sie sich selbst zum Segen....
Der Herr wird Ihnen bei Ihren Bemühungen, Ihren Vorfahren die heiligen Handlungen und Bündnisse zu bringen, helfen und Sie führen...
Durch unser Arbeit im Tempel, die wir mit der Vollmacht des Erretters vollziehen, empfangen unsere Vorfahren die errettenden Verordnungen, die sie zu ewigem Glücklichsein führen." („Erlösung — Frucht der Liebe", Der Stern, Januar 1991, Seite 5, 6.)

Elder Dallin H. Oaks: „Es gibt in Tempelarbeit und Genealogie viel zu tun. Wir müssen die Mitglieder auffordern, gebeterfüllt auszuwählen, was sie gemäß ihren Umständen und gegenwärtigen Berufungen in der Kirche tun können....
Es gilt, Familienorganisationen ins Leben zu rufen, Familienprojekte zu planen, Herzen zu berühren, Gebete zu sprechen, Lehrsätze zu lernen, Kinder zu unterweisen, lebende und verstorbene Angehörige auszumachen, den Tempelschein zu erhalten, den Tempel zu besuchen, Bündnisse einzugehen und heilige Handlungen zu empfangen.” („In Weisheit und Ordnung", Der Stern, Dezember 1989, Seite 23.)


EINE STÄTTE, WO MAN GESEGNET WIRD
Präsident James E. Faust: „Im siebten Glaubensartikel steht, daß wir an die Gaben des Geistes, darunter auch an die Gabe der Heilung, glauben. Das bezieht sich meiner Meinung nach sowohl auf die Heilung des Körpers als auch auf die Heilung des Geistes. Der Geist spricht der Seele Frieden zu....
Der Herr hat uns viele Wege eröffnet, auf denen wir diesen heilenden Einfluß spüren können. Ich bin dankbar, daß der Herr die Tempelarbeit auf der Erde wiederhergestellt hat.... Unsere Tempel sind Heiligtümer, wohin wir gehen können, um viele weltliche Sorgen abzulegen. Ein Tempel ist ein Ort des Friedens und der Gelassenheit. In diesen Heiligtümern ,heilt 'Gott] die gebrochenen Herzen und verbindet ihre schmerzenden Wunden (Siehe Psalm 147:3).” („Geistig gesunden", Der Stern, Juli 1992, Seite 7.)

Elder David B. Haight: „Der Tempel ist ein Ort, an dem der Herr diejenigen, die er erwählt hat, mit Kraft aus der Höhe ausrüstet, einer Kraft, die uns befähigt, unsere Gaben und Fähigkeiten klüger und effektiver zu nutzen, um die Absichten des himmlischen Vaters für uns und diejenigen, die wir liehen, zustande zu bringen....
Kommen Sie würdig und regelmäßig zum Tempel. Das ist nicht nur ein Segen für die Verstorbenen, sondern Sie können in reichem Maße die verheißene persönliche Offenbarung empfangen, die Sie mit Kraft, Erkenntnis, Licht, Schönheit und Wahrheit aus der Höhe segnet, so daß Sie und Ihre Nachkommenschaft zum ewigen Leben geführt werden.” („Kommen Sie zum Haus des Herrn", Der Stern, Juli 1992, Seite 14, 15.)

Elder Joseph B. Wirthlin: „Das Haus des Herrn ist ein Ort, wo wir der Welt entfliehen und unser Leben aus dem Blickwinkel der Ewigkeit betrachten können. Wir können über die Unterweisungen und Bündnisse nachsinnen, die uns helfen, den Erlösungsplan und die unendliche Liebe des himmlischen Vaters zu seinen Kindern deutlicher zu verstehen. Wir können über unsere Beziehung zu Gott, dem ewigen Vater, und zu seinem Sohn Jesus Christus nachsinnen....
Die regelmäßige Tempelarbeit kann uns geistig stark machen. Sie kann im täglichen Leben ein Anker sein, eine Quelle der Weisung, des Schutzes, der Geborgenheit, des Friedens und der Offenbarung.” („Nach dem Guten trachten", Der Stern, Juli 1992, Seite 81.)

Elder Neal A. Maxwell: ,Wenn wir unsere Bündnisse einhalten, schenken sie uns geistige Sicherheit." („Overcome . Even As I Also Overcame", (Ensign., Mai 1987, Seite 71.)
„Die Winde und Stürme sollen ruhig ... auf die gläubigen Mitglieder einpeitschen; sie werden die Welt überwinden und nicht anders herum. Andere mögen schwach werden, aber nicht die Mitglieder! Andere mögen schmollen und zweifeln, aber nicht die Mitglieder! Andere mögen lautstark über den Tempel spotten; die Mitglieder aber kommen leise und in Scharen dorthin, um das Werk desjenigen zu tun, dessen Haus es ist.” („Shine As Lights in the World", Ensign, Mai 1983, Seite 11.)

Mai 1999

28.2.08 11:30

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